2013-10 | Testjagd Namibia Sax .470 N.E.

Härtetest für Waffe und Schütze mit der Sax .470 N.E. in der namibischen Dornbuschsavanne!

In Vorbereitung verschiedener Afrika – Großkaliber reiste unser Testjäger Detlef Vogt im Oktober nach Namibia auf die Jagdfarm Georg-Ferdinandshöhe. Im Gepäck die brandneuen Sax Testpatronen im Kaliber .470 N.E. verladen mit dem .470 Sax KJG-HSR (24,4 g – 376,5 grain). Ausgerüstet mit einer Merkel Doppelbüchse Safari 140AE im genannten Kaliber, die Sax eigene Doppelbüchse ist noch bei Heym in der Fertigung und wird im kommenden Jahr beim großen Abschlusstest auf die Big Five zum Einsatz kommen! Zur neuen Geschossreihe sei bemerkt, dass wir hier versucht haben mit dem Geschossgewicht nahe an die Masse der klassischen Geschosse aufzuschließen um größere Treffpunktverlagerungen bei Doppelbüchsen mit verlöteten Läufen möglichst klein zu halten. Das ist zwar nicht immer möglich, hat aber bei der Testwaffe hervorragend geklappt. Die beiden Läufe haben auf 100 m auf 5 cm zusammen geschossen. Zu den Daten:

Patrone Sax .470 N.E. KJG-HSR
Geschossmasse: 24,4 g – 376,5 grain
V0 = 770 m/s (Mittelwert)
Gasdruck: 2.583 bar (Mittelwert)
Energie: 7.223 Joule

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Im Laufe der Testjagd wurden 50 Schuss abgegeben. Das war nicht nur ein Härtetest für die Waffe sondern auch für unseren Testjäger. Der Rückstoß in der Schulter fällt zwar recht moderat aus allerdings wurde der Rücken des Mittelfingers durch den Abzugsbügel der Merkel regelrecht weich geklopft, so dass er sich die letzten beiden Tage einen Repetierer im „Kleinkaliber“ .375 H&H leihen musste. Gut nur, dass auch hier Sax Munition im benötigten Kaliber zur Verfügung stand.

Nun wird der versierte und Afrika erfahrende Jäger sagen, was soll die .470 N.E. auf Warzenkeiler, Oryx und die anderen üblichen Verdächtigen im Plainsgamebereich! Diese Frage ist natürlich berechtigt. Der Test diente ausschließlich dem Zweck die 1. Vorserie auf Präzision, Zuverlässigkeit, Tötungswirkung und Durchschlagskraft zu prüfen. Schließlich will man ja die neuen Produkte nicht am Büffel oder Elefanten auf Eignung testen um dann entsetzt feststellen zu müssen, dass da wohl einiges noch nicht so recht klappt wie man sich das vorgestellt hatte! Besonders in Afrika kann so etwas schnell zu einem „letzten“ finalen Jagderlebnis führen!!

Die Testergebnisse waren sehr vielversprechend. Das ansonsten eher auf 30 – 50 m eingesetzte brachiale Großwildkaliber wurde mit Erfolg von Schakal über Pavian, Warzenschwein, Oryx, Gnu bis Eland erprobt. Die Tötungswirkung in Verbindung mit einem sehr guten Ansprechverhalten des Geschosses auch bei schwachem Wild führte zu einer sicheren Augenblickswirkung. Der überwiegende Teil der Stücke lag bei guten Treffern im Feuer. Bis auf wenige Ausnahme waren selbst bei schlechten Treffern die Fluchtstrecken äußerst gering. Die Doppelbüchse wurde bis ca. 70 m mit offener Visierung geschossen. Das Perlkorn verdeckte auf größere Entfernungen aber das Ziel zu stark ab, so dass darüber hinaus das Zielfernrohr Swarovski Z6i 1-6x24 HD eingesetzt werden musste. Der weiteste Schuss betrug 170 m auf einen Oryx, der mit einem Treffer auf dem Blatt ebenfalls im Feuer lag. Alle Stücke hatten ausnahmslos Ausschuss selbst Diagonalschüsse bei starken Oryx- oder Streifengnubullen! Trotz kleinerer Ausschüsse und geringer Wildbretentwertung war die Schock- und Splitterwirkung in den Stücken beachtlich was keine bis geringe Fluchtstrecken eindeutig belegen. Mit dem Geschoss .470 N.E. KJG-HSR ist nun die Grundlage für weitere Kaliber (z.B. .404 Jeffery, .416 Rigby, .450/400 N.E.; .458 Lot, .500/416 N.E. etc.) gelegt. Die Einführung für einen Teil dieser Kaliber ist für 2014 geplant.

Abschussliste der Testjagd

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