Wirkungsweise der KJG: Die Hohlspitze splittert in 4-6 grobe Splitter. Es bleibt ein nahezu masse- und schulterstabiler Restbolzen. Unsere SAX KJG (Kupferjagdgeschosse) sind CNC-gedrehte reibungsarme Führbandvollgeschosse. Sie sind genau, wirksam, aerodynamisch und beschleunigen bei geringerem Druck schneller und bieten somit den Vorteil höherer Geschwindigkeiten, einer flacheren Flugbahn und einer hohen Reichweite. Mittels aerodynamischer Kappe (Spitze), welche die Hohlspitze verdeckt, dringt das Geschoss schulterstabil, wildbretschonend und tief ein. Durch die bleifreie Herstellung sind sie zudem umweltschonend und zukunftsorientiert. Auf Grund der Führbänder liegt das Geschoss im Lauf nicht an der gesamten Geschossoberfläche an, sondern lediglich an den Führbändern. Das erzeugt geringere Einpresskräfte, wenn das Geschoss in die Züge und Felder des Laufes eintritt. Die kleinere Kontaktfläche zwischen Geschoss und Lauf verursacht geringere Reibung, was zu einem Rückgang der Wärmeentwicklung, reduziertem Energieverlust und Laufverschleiß führt. Die Patronen lassen sich daher bei geringerem Druck höher laden, was letztlich zu einer höheren Geschwindigkeit, flacheren Flugbahn und deutlich weiteren GEE führt. Mittels einer speziell eingestellten Kupferlegierung splittert die Hohlspitze definiert, egal ob bei 50 m oder 400 m. Die Hohlspitze splittert in 4 - 6 grobe Splitter, von denen jeder im Wildkörper tödlich wirkt. Das Geschoss verliert durch Splitterwirkung nur wenig Masse (ca. 2 g). Der annähernd kaliberstabile Restbolzen dringt sehr tief ein und sorgt für einen sicheren Ausschuss bis zur angegeben Fleisch- bzw. Knochentiefe, die auf jeder Verpackung angegeben ist. Anders als bleihaltige Geschosse, die zum Teil auf das drei- bis vierfache der Kalibergröße aufpilzen und enorme Hämatome und Blutergüsse im Wildbret verursachen, wirkt unser KJG auf Grund des annähernd nur kalibergroßen Restbolzens ausgesprochen wildbretschonend. Die beste Wirkung erreicht das Geschoss bei Schüssen in die Lunge knapp hinter der Kammer. Beim Eindringen verursachen die Splitter großflächige Zerstörungen im Lungengewebe, die innerhalb kürzester Zeit zum Verbluten der Stücke führen. Da sich in der Lunge, anders als bei Organen in der Kammer, keine Nerven befinden, spürt das Wild auch keinen Schmerz und bleibt bei Distanzschüssen meistens stehen ohne flüchtig zu werden. Das vermindert Nachsuchen erheblich. Bei Schüssen mit Sax® KJG in die Lunge tritt faktisch keine Wildbretentwertung auf. Durch das kontrollierte Splittern der Hohlspitze entsteht ein definierter Restbolzen der schulterstabil, aus jedem beliebigen Trefferwinkel schnurgerade und sagenhaft tief in den Wildkörper eindringt und die gewünschte Wirkung erzielt. Deshalb erlauben Kupferjagdgeschosse, die von den jeweiligen Patronenkalibern bekannten Grenzen für bleihaltige Geschosse zu überschreiten und dennoch das Wild waidgerecht zu bejagen. Mit KJG Patronen können sie somit größere oder kleinere Tierarten bedenkenlos bejagen. Bei größeren Tierarten profitiert der Jäger von der hohen Splitter- und Tiefenwirkung, bei kleineren Tieren von der wildbretschonenden Eigenschaft der Sax® KJG.
Vorteile der Kupferjagdgeschosse im Überblick
Eigenschaft
Auswirkung
Vorteile
- Kupfervollgeschoss
- geringer Masseverlust
- annähernd kaliberstabiler
Restbolzen
- streckt sicher, auch
starkes Wild
- dringt sehr tief ein, hohe
Ausschussgarantie
- Hohlspitze
- splittert definiert
- hohe Geschwindigkeit
- 4-6 grobe Splitter wirken
mit großem Wirkungs-
querschnitt
- Wirkung auf jede Ent-
fernung gleich
-schulterstabiler, schneller
Restbolzen wirkt zusätzlich
in der Tiefe
- geringes Gewicht
- geringer Energieverlust
- hohe Wirkung, kurze
Fluchten
- flache Flugbahn, weite GEE
- geringe Reibung
- geringere Lauferwärmung
- verringerter Laufver-
schleiß, höhere Lebens-
dauer
- Hitzflimmern über dem Lauf
setzt später ein
- geringerer Einpressdruck
- erlaubt bei mäßigem
Gasdruck Patrone auf hohe
V0 hochzuladen
- flache Flugbahn, hohe
Rasanz
- große nutzbare Reichweite
(GEE)
- 1. Führband liegt spielfrei im Übergangskegel an
- beste Präzision
- erlaubt weite Schüsse
- erleichtert Schüsse auf
kleineres Wild
Sax Produkttest: Gelatinebeschuss
Bekannterweise liegen Theorie und Praxis oft weit auseinander. Über Wirkung von Munition und Geschossen wird viel philosophiert und oft werden Wirkungsweisen angepriesen, die sich dann später im Revier nicht oder nur teilweise einstellen. Deshalb legen wir großen Wert darauf, unsere Produkte auch ausgiebig in der Praxis zu testen, um die zugesagten Eigenschaften auch nachzuweisen. Neben den jagdlichen Testreisen nach Namibia 2011 wurden parallel dazu auch eine Vielzahl von Versuchen im Wassertank sowie beim Gelatinebeschuss durchgeführt. Insbesondere stand dabei das neue KJG-SR Geschoss im Focus unserer Testreihen. Erste Teilergebnisse aus den Tests möchten wir Ihnen hiermit veröffentlichen.
Datum:
06.12.2011
Ort:
Schießanlage Waffenburg Zingst
Kaliber:
Sax .308 Win mit KJG-SR Sax 9,3x62 mit KJG-SR
Medium:
Gelatineblock (Ballistische Gelatine) 25 x 25 x 50 cm
Die KJG-SR Geschossen sowohl aus der .308 Win als auch aus der 9,3x62 splitterten wie angegeben in 4-6 grobe Splitter
Alle Splitter verblieben im Gelatineblock (.308 Win) oder traten nach dem Restbolzen noch durch den Ausschuss (9,3x62) aus – kein Splitter trat seitlich unkontrolliert aus.
Die Splitter an sich verteilten sich in einem Umkreis von ca. 10 cm um den Schusskanal herum und erreichten eine maximale Tiefenwirkung von 45 cm!!
Die Freisetzung der Splitter und die max. Energieabgabe setze bereits nach 2,5 cm Eindringtiefe ein und war nach ca. 20,5 cm Weg im Gelatineblock abgeschlossen
Die Restbolzen verhielten sich schulterstabil, durchschlugen den Gelatineblock (50 cm) schnurgerade und erzeugten einen kleinen Ausschuss
Auf dem restlichen Wege der Restbolzen durch Phase C war die Energieabgabe gering was letztlich die hohe Tiefenwirkung, den kleinen Ausschuss sowie die geringe Gewebezerstörung verursachte
Die Schusskanäle mit den Wirkungsphasen (A-B) im Gelatineblock der .308 Win und der 9,3x62 waren annähernd deckungsgleich, einziger Unterschied war in Phase B der etwas größere Bereich der Rissbildung der durch die etwas größere Energieabgabe des 9,3 KJG-SR Geschosses verursacht wurde.
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